KI und ML in Dokumenten-Workflows

Verstehen Sie die Auswirkungen von KI und maschinellem Lernen auf verschiedene Branchen und wie Unternehmen diese Technologien nutzen können.

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Wie KI und maschinelles Lernen die Dokumentenverarbeitung revolutionieren

Verstehen Sie die zentralen technischen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen auf die Umwandlung statischer Dokumente in intelligente, strukturierte Daten für eine effiziente Informationsbeschaffung und Wissensbewahrung.

Das Fundament der intelligenten Dokumentenverarbeitung (IDP)

Die rasante Zunahme digitaler Dokumente in elektronischer Form (wie PDF und PostScript) hat die Notwendigkeit einer effektiven und effizienten Abfrage und Organisation dieses gespeicherten Materials verdeutlicht. IDP begegnet dieser Herausforderung durch den Einsatz intelligenter Techniken, um die Erfassung und das Verständnis des in Dokumenten enthaltenen Wissens vollständig zu automatisieren.1

Dieser Prozess stützt sich maßgeblich auf eine Abfolge von Schritten des maschinellen Lernens (ML):

  • Layout-Analyse: Der erste Schritt identifiziert die physischen Blöcke und Strukturen, aus denen ein Dokument besteht. Dies kann Vorverarbeitungsmodule umfassen, die Zeichnungsbefehle in Objekte umwandeln, gefolgt von Algorithmen, die semantisch verwandte Basisblöcke basierend auf Leerräumen und der Hintergrundstruktur gruppieren.
  • Logische Strukturzuordnung: Nach der Identifizierung der Layoutstruktur ordnet das System jeder Komponente die entsprechende logische Rolle (oder semantische Rolle) zu. Dies ist der Schlüssel zum Dokumentenverständnis und ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, einschließlich hierarchischem Browsing und komponentenbasierter Abfrage.

Stärkung von Systemen durch maßgeschneiderte Lernfähigkeiten

  • Multiple Instance Learning (MIP): Dieser Ansatz wird verwendet, um automatisch Regeln für die Gruppierung von Elementen (wie Wörter zu Zeilen) abzuleiten, was besonders für komplexe Layouts wie mehrspaltige Dokumente entscheidend ist.
  • Lernen durch Logik erster Stufe: Diese Technik ist notwendig, um komplexe Beziehungen zwischen Layoutkomponenten auszudrücken. Sie wird angewendet, um den Dokumententyp zu klassifizieren (z. B. wissenschaftlicher Artikel, Zeitung) und den signifikanten Komponenten dieser Klasse Rollen zuzuweisen (z. B. Titel, Autor, Abstract).
  • Inkrementelles Lernen: Um den kontinuierlichen Fluss an neuem Material zu bewältigen, werden inkrementelle Fähigkeiten genutzt, um bestehende Klassifizierungs- und Kennzeichnungstheorien zu verfeinern. Dies stellt sicher, dass das System hochgradig anpassungsfähig bleibt und seine Leistung im Laufe der Zeit verbessert.

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Wir bei hotdok glauben an die Kraft von Innovation und Individualisierung. Unsere Mission ist es, Unternehmen mit den Tools und Strategien auszustatten, die sie benötigen, um in einer sich ständig weiterentwickelnden digitalen Landschaft erfolgreich zu sein, und ihnen so in jeder Phase ihrer Entwicklung zum Erfolg zu verhelfen.

Der Deep Dive: Von Pixeln zu semantischer Bedeutung

Die wissenschaftliche Entwicklung von IDP konzentriert sich darauf, über die einfache optische Zeichenerkennung (OCR) hinaus zu echtem semantischem Verständnis zu gelangen. Dies wird durch die Erstellung einer komplexen Repräsentation des Dokuments erreicht:

  • Merkmalsvektoren: Elementare Blöcke (wie Wörter) werden zunächst durch Merkmalsvektoren beschrieben, die Parameter wie Position, Höhe und Breite umfassen.
  • Räumliche und topologische Beziehungen: Um das Layout wirklich zu verstehen, beschreibt das System die Beziehungen zwischen den Blöcken. Dies umfasst räumliche Beziehungen (Beschreibung des belegten Raums im Verhältnis zu anderen Blöcken) und topologische Beziehungen (wie Nähe, Überschneidung und Überlappung).
  • Automatische Korrektur: Manuelle Korrekturen durch Fachexperten können protokolliert und von einer inkrementellen Lernkomponente genutzt werden, um die Klassifizierungstheorien zu verfeinern. Dies stellt sicher, dass das System Layout-Erkennungsprobleme automatisch durch eingebettete Regeln beheben kann.

Dieser gesamte Prozess zielt darauf ab, die bedeutungsvollen Inhalte – den Titel, die Zusammenfassung oder spezifische Abbildungen – zu extrahieren, um letztendlich das Thema des Dokuments zu kategorisieren.

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Auswirkungen: Effizienz, Abruf und Wissensbewahrung

Die Anwendung von IDP und den zugrunde liegenden ML/KI-Techniken hat sich in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel dem Management wissenschaftlicher Konferenzen, als vorteilhaft erwiesen. Die gemessene Vorhersagegenauigkeit für die Klassifizierung und das Verständnis von Dokumentenkomponenten ist hoch (sie erreicht beispielsweise in Experimenten zur Identifizierung von Titeln und Abstracts 97–98 %).

Das Dokumentenmanagement ist entscheidend für die Verbreitung und Bewahrung von Wissen. Durch die automatische Identifizierung der logischen Struktur und das Extrahieren von signifikantem Text ermöglicht IDP:

  • Verbesserter Abruf: Das Suchen und Zugreifen auf Informationen wird effektiver und effizienter, da die Abfrage auf die strukturierte, semantische Rolle abzielt (z. B. „alle Abstracts“) und nicht nur auf den rohen Text.
  • Strukturelle Anwendungen: Die logische Struktur ermöglicht Anwendungen wie hierarchisches Browsing und Stil-Übersetzung.

Der intensive Einsatz intelligenter Techniken in IDP führt erfolgreich weg von der undurchführbaren Lösung, Indizes für riesige Datenmengen manuell zu erstellen und zu pflegen, und ebnet den Weg für automatisierte und hochgradig anpassungsfähige Lösungen zur Dokumentenverarbeitung.

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